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Bremsflüssigkeit

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FAQ's

Verlangsamen und anhalten mit XLMOTO Motorrad-Bremsflüssigkeiten

Bremsflüssigkeit ist das Lebenselixier deines Motorrad-Bremssystems. Die Flüssigkeit ist hygroskopisch, was bedeutet, dass sie Feuchtigkeit aus der Luft aufnimmt. Selbst wenn du deinen Bremskreislauf gut abgedichtet hältst, wird die Flüssigkeit mit der Zeit dennoch Schmutz und Feuchtigkeit aufnehmen.

Wenn der Stand der Bremsflüssigkeit durch ein Leck, Verdunstung oder verschlissene Dichtungen sinkt, kann Luft in das System gelangen. Das kann zu Folgendem führen:

  • Ein schwammiges Gefühl am Bremshebel oder Pedal

  • Verringerte Bremsleistung

  • Der Stand der Bremsflüssigkeit sinkt unter die „Low"-Markierung

  • Die Bremsflüssigkeit sieht schmutzig oder trüb aus

Abgesehen davon, dass sie hygroskopisch ist und einen extrem hohen Siedepunkt hat, ist Motorrad-Bremsflüssigkeit hochgradig kompressionsbeständig. Wenn du den Bremshebel ziehst, wird die Flüssigkeit durch die Leitung in den Bremssattel gedrückt. An diesem Punkt drücken ein Kolben und ein Bremsbelag gegen die Bremsscheibe. Das Ergebnis ist Reibung. Genau diese bremst die Drehung der Scheibe. All das wäre ohne die Kompressionsbeständigkeit der Motorrad-Bremsflüssigkeit nicht möglich. Dasselbe Prinzip und dieselbe Flüssigkeit kommen auch bei hydraulischen Motorrad-Kupplungssystemen zum Einsatz. Es gibt vier Arten von Bremsflüssigkeit im kommerziellen Gebrauch: DOT3, DOT4, DOT5 und DOT 5.1. Für Motorradfahrer sind jedoch nur DOT3 und DOT4 relevant.

Verschiedene Arten von Bremsflüssigkeit

DOT3 ist eine Flüssigkeit auf Polyglykolbasis. Sie hat in der Regel einen Trockensiedepunkt (gemessen mit neuer Flüssigkeit) von 201 °C und einen Nasssiedepunkt (gemessen mit Bremsflüssigkeit, die eine festgelegte Menge Feuchtigkeit aufgenommen hat) von 140 °C. Die Bremsflüssigkeit ist so formuliert, dass sie Bremskomponenten nur minimal korrodiert und weder synthetische noch natürliche Gummidichtungen angreift. Typischerweise wird diese Bremsflüssigkeit für Motorräder mit kleinem Hubraum und Oldtimer-Motorräder verwendet. DOT4-Bremsflüssigkeit ist für hohe Belastungen ausgelegt. Sie eignet sich besser für schwere, schnelle Motorräder wie große Sporttourer, Adventure-Bikes, leistungsstarke Cruiser und Sportbikes. Diese Motorrad-Bremsflüssigkeit weist in Bezug auf Dichtungen und Anschlüsse die gleichen Eigenschaften wie DOT3 auf. Dank ihrer Kombination aus Glykolether und Boratester kann sie bei höheren Temperaturen eingesetzt werden. Sie hat einen Trockensiedepunkt von 230 °C und einen Nasssiedepunkt von 166 °C.

Wann du die Motorrad-Bremsflüssigkeit wechseln solltest

Wenn die Bremsleistung nachlässt, solltest du das System gründlich prüfen. Fülle entweder den Vorratsbehälter auf oder entlüfte das System. Die Hersteller empfehlen, die Motorrad-Bremsflüssigkeit alle zwei Jahre zu wechseln. Welche Bremsflüssigkeit die richtige ist, geben alle Motorradhersteller für ihre jeweiligen Maschinen vor. Du findest diese Information entweder im Benutzerhandbuch oder direkt auf dem Bremsflüssigkeitsbehälter aufgedruckt.